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mein inneres Feuer
führe mich kühn und klar durch Länder Menschen Schicksalswandlungen du das du wehst so frei durch alles was ich sehe jage aus meinem Leben diese Ideenfetzen vom Leben wehe durch die Endlosigkeit und brenne endlos |
| auf einem Blatt steht ein Gedicht daneben liegt ein Messer auf dem Tisch auf der Straße stach ein Junge gestern einen Mann mit einem Messer - groß ist die Kraft der Assoziation ich verknüpfe eins mit dem anderen doch überall sehe ich das Eine ich setze das Teewasser auf und ich bin nur ein Körnchen Staub dann schaue ich in mich hinein und in der unerschöpflichen Helle lacht mich das Universum an ich geh heut nicht auf´n Bier hab´ Halsschmerzem hoff´ es ist keine Angina |
| als ich zum ersten mal die Augen öffnete im Fruchtwasser der Mutter segelte ein Schiff über ihm schwebte ein Vogel so hoch daß es im Himmel sein mußte als ich geboren wurde vergaß ich alles erst nach Jahren als ich zum ersten mal meine Schenkel öffnete übrigens einem ganz zufälligen Mann sah ich den Vogel immer noch kreisen deshalb bin ich nicht einverstanden mit der Abtreibung ich werde trotzalledem gebären |
ich mag wenn alles an der richtigen Stelle ist das Brot auf dem Tisch der Polizist an der Ecke der Krieg im Nahen Osten das Schwein im Bett des Metzgers was ich weiß das weiß ich die Sonne ist rund die Erde flach wie eine Münze außerdem hat jeder große Flügel und einen kleinen Käfig |
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Vollmond heult der Wolf elender einsamer Wolf läuft ständig hinter dem Drahtzaun heult im Dunkel meiner Seele schützt mich vor Täuschung belügt mich nicht mit Selbstmord |
| einst war ich ein mit dem Ball spielender Knabe und heute weiß ich daß der Mensch eine Scheißfabrik ist einst ritt ich auf dem Pferd am sonnenlichten Morgen undeutlich erinnere ich mich daß es anders war aber ein grausamer Wind kam auf zwanzig dreißig Jahre sind von ihm verweht ich stehe an der Maschine und produziere Scheiße ich nehme Teil an Wahlen und wähle Scheiße ich klage nicht mein Alter ist gesichert und ich hab´ alles was man zum Leben so braucht nur daß alles weich ist warm und stinkend mit einem Wort: Scheiße |
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ich bin im Innern der großen Stadt viel Licht Farben reiche Dekorationen aber der Inhalt des Schauspiels ist mir unbekannt es leben hier ein paar Millionen Menschen und ich weiß nicht einmal ob sie Komödie spielen oder Drama bin hier fremd wie überall - als ob ich keinen Namen mehr hätte keine Nationalität keine Hautfarbe - ich ernähre mich von Liebe und lehne das Rollenspiel ab |
| bevor ich das Haus verlasse prüfe ich gründlich
nach ob Licht und Gasherd ausgeschaltet sind ob keine brennende Kippe daliegt als Kind hatte ich eine Infektionskrankheit ich war lange im Krankenhaus in einer Nacht ging ich ans Fenster den ganzen Horizont erfüllte flackernder Schein das Warschauer Ghetto brannte so schaute ich jede Nacht damals hielt ich es für ein schönes Bild und jetzt wo ich weiß daß Schönheit und Hässlichkeit menschliche Ausflüchte sind schaue ich sogar in den Mülleimer ob keine Glut dazwischen ist ich möchte nicht daß es sich wiederholt |
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ich habe beschlossen daß es keinen Krieg gibt wir werden nur die Tiere morden nur die Natur vergiften nicht uns gegenseitig ich meine jeder Mensch auch ein einfacher Beamter wie ich hat ein Recht aufs Verrecken in Frieden |
| nie
werde ich dir vergessen wie du Jesus gekreuzigt hast durch deine Lieder Reden Gebete höre ich heiseren Atem sehe den blutenden verschwitzten und noch zuckenden Körper es ist nicht meine Sache zu verzeihen denn ich glaube nicht an dein gut und böse ich werde dir nicht vergessen was ich überall sehe: ewiges Sterben unsterbliche Agonie nie werde ich dir vergessen wie du Jesus ans Kreuz schlägst |
| ziellos scheint die Sonne bewegt sich der Wind sorglos dreht sich die Erde vergehen Tage nicht zu verstehen nur sehen und lieben nur das Eine |
| ich lache was soll ich tun wenn ich dich sehe deine Liebe reitet auf einem Roß aus Gold seiden ist dein Regenbogen sieh dich an wenn du die Türe schließt schau auf die soliden Schlösser vielleicht bin ich verrückt aber ich bevorzuge Armut wenn man nichts hat ist man der Wahrheit näher und hier heißt Wahrheit Leiden Demütigung Hunger Verzweiflung lebe weiter du wirst dich selbst überzeugen |
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noch vor einem halben Jahrhundert war ich unglaublich jung ungewöhnlich schön ich schlief nie allein jetzt ist das Leben eine lange Nacht nur der Tod kommt zu mir ans Bett erzählt mir von Menschen die ich vergessen habe schaut in meine Augen oder kontrolliert mit brennendem Finger meinen Puls bewegt verneinend den Kopf läßt mich atmen in dieser Nacht und in ein paar anderen vielleicht dann geht er weg zu meiner Nachbarin es gibt viele von uns hier im Altersheim keiner spricht mit mir nur der Herr Tod |
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Rose du bist frei ohne Namen weine nicht erbleiche nicht wenn sie dich brechen in meiner Liebe erlebst du alles was du warst und was du sein wirst freue dich! die Sonne scheint immer noch ein paar Tage bleiben mir und dir |
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es gibts nichts besseres als ein Esel zu sein den es ist ihm erlaubt auch im eigenen Lande laut nachzudenken und trotz langer Ohren verkauft er nie was er hört glücklich in der Gleichgültigkeit ist er ein geborener Epikureer - hat man je gesehen daß Handschellen die Gelenke des Esels umschlossen? aus Angst vor dem gesellschaftlichen Echo schickt kein Tyrann den Esel in den Knast und die Deportation ins Arbeitslager verträgt sich mit eurem Ideal vortreflich außerdem verdaue ich nicht schlecht vegetarisch - also töte ich nicht obliege keiner Politik und sicher gehört mir die Zukunft |
| erkenne nicht mein Gesicht und weiß nicht woher ich komme bin aus dieser Gegend: Adler und Wind nennen mich Bruder ich passierte die Zeit sah vom anderen Ufer: Menschen tragen gezähmte Bestien in sich Formen sind nicht was sie zu sein scheinen und doch ich begegne Dir spüre deinen Glanz Vibration des Anbegins das Flimmern der Funken die Kühle der Nacht ungebundenes Gehen von Nirgendwo nach Nirgendwo allmächtige Flamme |
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auf der anderen Seite meines Gesichts ist alles unsichtbar Straßen Leute Wolken haben keine Substanz sie sind weil ich bin und so wie ich unberührbar in ihrer inneren Wahrheit und so wie ich ohne Ziel |
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hätte ich etwas Kohle würde ich mir New York kaufen aber so der neue Tag bringt die alten Schweinereien leben kann ich nicht hab´Angst zu Sterben kann mir höchstens ´nen Kinobesuch leisten |
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Nächte und Tage Monde und Sterne was das Eine mit dem Anderen verbindet mich mit Dir einen Tropfen Tau mit der Sonne was ist das eigentlich? |
gestern war ich sechzehn heute schneit es und ist so windig die Sterne sind unsichtbar ich möchte nur weinen |
früher war ich allein Messer heißt heute mein Freund früher hatte ich Mutter und Vater aber bedenke bevor du mir in die Augen schaust Blut ist logisch mein Freund könnte denken du willst was |
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| wir waren die Kinder des Betons sammelten uns an der Teppichstange warfen Steine gegen die Wand oder aufeinander meine Mutter sagt wenn sie mir manchmal begegnet ich wurde an der Nase getroffen Blut ist geflossen als wir Kinder waren aber wenn meine Tochter ein Junge wäre niemals würde ich ihm eine Pistole kaufen oder ein Gewehr denn das wäre so als ob ich ihn getötet hätte |
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ich weiß fast nichts: in unendlich gewaltsamer langsamer Wandlung die Welt schaut sich durch meine Augen |
ich das ist Sehnsucht der Schnee der auf das Meer fällt wahrhaft wichtig ist nur das Unbekannte |
und an dieser Biegung stand ein alter Bunker an der zerplatzten Mauer gab es einen Tunnel der irgendwohin führen könnte aber es gab bloß alte nach Pisse stinkende Bretter nur so viel weiss ich über das Suchen zu sagen |
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| wie kommt es daß ich im Morgengrauen dieses Gedicht schreibe daß ich an Licht glaube daß ich glücklich bin weil es die Sonne den Stein den Bruder gibt es kommt vom Tod neben mir er erlaubt mir nicht zu trauern über den Tod eines nahen Menschen er hebt alle Rangordnungen auf verurteilt zum Hier und Jetzt dank seiner wachenden Abwesenheit läst er keine Irrtümer zu macht mich dem Birnenbaum gleich erlaubt mir zu tun was ich will alles ist unwesentlich und durchleuchtet von Glanz ich gehe von Sein zu Sein kann ein Wolf sein oder ein Halm |
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ich
bin einfach nicht an das allgemeine Gravitationsgesetz angeschlossen und sie sagen ich sei verrückt vielleicht stimmt es! ich hab´doch keinen getötet keinem glaubte ich keinen hab´ ich belogen lasse mich von Bienen bestäuben die Wiese mach ich zur Spielorgel im Kopf hab´ ich was darüber die Sonne meine Herrschaften! |
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kann nicht lachen |
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ich bin als einfaches Mädchen geboren dann wurde ich von meinem Mann geheiratet und dieses Kriegsgeplauder bringt nichts sie reden aber das Fleisch wird teurer |
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ich bin der Schatten |
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endlich erreiche ich etwas Bedeutendes eine Sonnenblume wächst mir aus dem Ohr von jetzt ab wird sie meinen Kopf der Sonne zuwenden und ich kann endlich ausruhen |
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Lindenbäume rauschen im Juliwind ich liebte hier und war geliebt mein Weg ist unbekannt weil ich der Weg bin ich das ist Unbekanntes es ist schön im Wind |
weiß nicht wo ich begann wohin ich gehe der volle Mond erhellt mich |
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ich bin an einem großen Fluß geboren ich schaue auf Menschen wie auf fließendes Wasser manchmal sauber manchmal schmutzig bedeutet es etwas oder ist es einfach so? |
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manchmal glaube ich das Jüngste Gericht hat bereits stattgefunden die Trennung in Verdammte und Verdammende ist vollzogen und alle wurden auf die Erde geschickt zum ewigen Leben bis zum Erwachen manchmal ist mir das alles zuviel noch kann ich nicht sterben bin noch nicht geboren meine Aura besteht aus Rußflockchen doch kann ich nicht verloren gehen ich hab´mich noch nicht gefunden manchmal paßt kein Gesicht zu mir ich zweifle an der Rechtskraft des Urteils |
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in der Natur geht nichts verloren wer weiß vielleicht zirkulliert das Blut von Jesus noch immer im Kreislauf des Menschen der die Straße entlang geht die Sonne über´m Kopf wer weiß wer leben wird wer stirbt |
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etwas geht zu Ende es schien mir daß ich sang doch es war ein innerer Blutsturz ich brauche ein paar Groschen für ein Bier dann für das nächste vielleicht schmeißt du ´ne Runde oder sagst mir wie man leben sollte |
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Nacht
gib mir Vertrauen und mit der Dunkelheit Gnade erleuchte mich Morgen wohin ich auch gehe |
| lange durchkreuzte ich heute Nacht die Straßen fütterte mein inneres Schwein auf dem erschütternden Beton weit von den einfachen Dingen die einen zum Menschen machen ein Bauernhof mit Heuschober Geruch des Feuers Taugras auf dem man barfuß läuft von dem Abfall der westlichen Zivilisation beschmutzt womit? einzig mit dem Beton hab´ ich etwas gemein |
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| Januarnacht segne mein Mühen mach daß es selbstlos wird und Frieden bring der Erde ich befreie mich von Vorstellungen Visionen verlasse Freunde Anschauungen Verstand Januarnacht Schnee Wind seid mir verwandt tragt die Last der Brüderlichkeit wohin bin ich gewendet mit meiner unruhigen Fülle? wovon nehme ich Abschied? was begrüße ich? spreche ich überhaupt?! |
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willst du was wissen? frage den Wind im Feld ich muß nicht reden es reicht daß ich bin |
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| nein ich bin noch nicht erwacht ich lasse mich von Träumen tragen wohin sie auch eilen und sehne mich ach! sehne mich inbrünstig und weiß nicht wonach aber es ist etwas Empfindliches wie Frühlingszweige im Glas etwas einfaches wie Leben das ich traüme in der Vorahnung daß mir ein Erwachen bevorsteht |
| mein Hund hieß Rex also König ich war fünf Jahre alt als ich den letzten Hund hatte ein Schwarzes Loch verschlang ihn er wurde an einen Baum mit einer Kette gebunden und erschossen man hat mir alles erklärt ich sah es und wenn ich mich über irgendetwas wundere dann über meine Emotionslosigkeit ich war fünf und hatte volles Verständnis dieses ist mir bis heute geblieben |
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schaffe ich es dir zu sagen? |
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es ist ohne Bedeutung in welche Richtung wir traümen |
was habe ich heute getan daß ich so glücklich bin ich ging die Straße lang es wehte ein Kind lächelte mich an als ich mich im Park auf die Bank setzte kam ein Hund und leckte mir die Hand ich habe nichts getan wirklich nichts zum ersten Mal |
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dir gegenüber bin ich allein wie angesichts der Welt der Sommerhimmel ist voll und klar morgen bin ich nicht mehr darunter |
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